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Empirische Abschlussarbeit: Einfach mal selbst forschen!
Empirische Abschlussarbeit

Empirische Abschlussarbeit

Neben der theoretischen „Literaturarbeit“, bei der primär Bücher gewälzt werden müssen, hast du beim Schreiben deiner Abschlussarbeit auch die Möglichkeit, einfach mal selbst zu forschen. Was du bei einer empirischen Abschlussarbeit beachten musst und von welchen Ansätzen du Gebrauch machen kannst, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Empirie nicht ohne Theorie

In einer empirischen Arbeit werden anhand einer konkreten Fragestellung zunächst Daten erhoben, die im Verlauf der Arbeit überprüft und anschließend interpretiert werden. Zum Sammeln der Daten kannst du auf Umfragen, Interviews oder Experimente zurückgreifen. Beim Forschen auf eigene Faust darfst du aber trotzdem nicht die theoretische Einbettung des Themas und die Wiedergabe des aktuellen Forschungsstandes vergessen: Auch bei der empirischen Arbeit müssen Hypothesen über den Untersuchungsgegenstand formuliert werden, denen du deinen Daten gegenüberstellst. Die meiste Arbeit hast du also ganz am Anfang, wenn du die Daten sammeln, erfassen, ordnen und auswerten musst. Ebenso muss für den Leser klar erkennbar sein, wie du zu deinen Daten gekommen bist und wie genau du sie erhoben hast. Im Schlussteil der Arbeit werden die Forschungsergebnisse anhand der Hypothesen interpretiert und bewertet.

Die passende Forschungsmethode – Die Qual der Wahl?

Wenn man sich für eine bestimmte Forschungsmethode entscheiden soll, gilt prinzipiell, sich zunächst am Thema der Thesis zu orientieren. Überlege also, was sich für die Bearbeitung deiner Fragestellung am besten eignet und welche Materialien dir überhaupt zur Verfügung stehen. Erst dann solltest du entscheiden, welche Forschungsmethode sich für deine empirische Arbeit eignet.

Qualitativ oder Quantitativ?

Die empirische Forschung ist durch den Kontakt zu Außenstehenden zwar abwechslungsreicher und weniger recherchelastig als eine „Literaturarbeit“, jedoch stark von Außenstehenden abhängig, die dazu bereit sein müssen, einen Fragebogen auszufüllen oder ein Interview zu geben. Zudem erfordert empirisches Forschen sehr viel Zeit für die Vorbereitung, bei der du abwägen musst, welche Methode der Datenerhebung besser passt: Eignen sich für dein Thema eher qualitative Fallbeispiele oder quantitative, repräsentative Umfragen?

Qualitative Methodik - Hätten Sie Zeit für ein Interview?

Beim qualitativen Forschen gilt es, nicht standardisierte Daten zu erheben und diese auszuwerten. Beispielsweise in Form von Interviews, die dir als Fallbeispiele dienen. Im Gegensatz zu einer repräsentativen Umfrage, mit der generelle Meinungsbilder erfasst werden, kannst du durch Interviews zwar mengentechnisch weniger, jedoch genauere Daten erfassen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders, wenn du auf bereits vorhandene Theorien oder Phänomene Bezug nehmen möchtest. Anhand deines Fallbeispiels kannst du genauere Gründe oder persönliche Motive des Interviewpartners ermitteln, um die Problemstellung deiner Arbeit zu veranschaulichen und/oder neue Erkenntnisse zum Thema zu gewinnen.

Quantitative Methodik - Bitte Bogen ausfüllen!

Beim quantitativen Forschen geht es darum, gezielt standardisierte Daten zu erheben, um Modelle, Statistiken oder Konstrukte zu erstellen, die das Thema deiner Thesis veranschaulichen. Beispielsweise in Form von Umfragen. Dafür kannst du Umfragebögen mit fest vorgegebenen Antwortskalen verteilen, um eine möglichst große Anzahl von Befragten erreichen und viele Daten zu erfassen. Wenn du dann alles wieder eingesammelt, geordnet und ausgewertet hast, lassen sich die Ergebnisse statistisch auswerten und mit deinen zuvor aufgestellten Hypothesen vergleichen.

Abwägen, Absprache, auf zum Forschen!

Da empirisches wissenschaftliches Arbeiten sehr zeitaufwendig sein kann, solltest du früh genug mit der Planung beginnen. Geh daher zunächst von einem Problem aus deinem Interessengebiet aus, grenze dieses auf ein Themenfeld sowie Thema ein und bespreche mit deinem Betreuer, welche Methode sich für deine Fragestellung am besten eignet. Dann steht der Forschung nichts mehr im Wege!



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