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Geheimsprache Praktikumszeugnis: So entschlüsselst du dein Praktikumszeugnis.
Geheimsprache Praktikumszeugnis

Geheimsprache im Praktikumszeugnis

Im Praktikumszeugnis verwenden Unternehmen eine Art Geheimsprache, um die Leistungen ihres Praktikanten zu bewerten. Diese zu entschlüsseln, ist nicht ganz leicht. Denn generell bestehen eine Wohlwollens- und Wahrheitspflicht.

Wohlwollens- und Wahrheitspflicht im Praktikumszeugnis

Die Wohlwollenspflicht in der Zeugnissprache setzt voraus, dass ein Zeugnis keine negativen Informationen über den Hospitanten enthalten darf. Gleichzeitig darf der Arbeitgeber keine falschen oder fehlerhaften Angaben über den Angestellten machen. Dies hat zur Folge, dass selbst schlechte Beurteilungen positiv formuliert werden. Um ein Beispiel zu nennen: Der Satz „Er / Sie war in der Lage, seine eigene Meinung zu vertreten“ bedeutet im Klartext, dass der Praktikant nicht mit Kritik umgehen konnte.

Geheimsprache im Zeugnis entschlüsseln

Um Beurteilungen im Zeugnis richtig zu verstehen, bedarf es ein wenig Übung. Beurteilt werden deine Leistungen insgesamt sowie dein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten.

Superlative und Adjektive

Generell ist es so, dass Superlative mit bestimmten Signalwörtern besonders positiv zu bewerten sind. So kannst du Formulierungen wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ als eine glatte Eins interpretieren. Auch bei Sätzen, die ein „ausgesprochen“, „herausragend“ und „außergewöhnlich“ enthalten, darfst du dich freuen. Danach folgt eine Abstufung: „Stets zur vollen Zufriedenheit“ bedeutet gut; „Zur vollen Zufriedenheit“ ist befriedigend. Alles darunter, wie beispielsweise Beurteilungen, die „im Großen und Ganzen“ enthalten, sind zur Vorlage bei einem Personalchef nicht geeignet.

Aufhorchen solltest du außerdem bei Formulierungen die „bemühen“ enthalten. Ein Satz wie „Er / Sie bemühte sich, pünktlich zu sein“ sagt aus, dass derjenige immer unpünktlich war. In Schulnoten wäre das eine glatte Fünf.

Aktive Sprache

Im Praktikumszeugnis sollten deine Tätigkeiten im Aktiv formuliert werden: Anstelle von „Er wurde mit Aufgaben der Buchhaltung betraut“, klingt der Satz „Er übernahm Aufgaben der Buchhaltung“ positiver. Aktive Formulierungen spiegeln dein Engagement und deine Eigeninitiative wieder. Zudem wird Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft signalisiert.

Standardaussagen und die wesentlichen Punkte

Das Praktikumszeugnis sollte nur wesentliche und qualifizierte Beurteilungen enthalten. Im Arbeitsalltag selbstverständliche Aspekte, wie Pünktlichkeit oder Höflichkeit, werden in der Regel weggelassen. Sollten sie dennoch im Zeugnis erwähnt werden, so haben sie meist eine negative Bedeutung.

Ebenso verhält es sich mit Standardfloskeln, die in jedem Praktikumszeugnis vorkommen. Beispielsweise wird zum Abschluss des Zeugnisses der Dank für die Zusammenarbeit und Wünsche für die weitere berufliche / private Zukunft ausgesprochen. Fehlen diese Standardaussagen war das Unternehmen nachweislich nicht mit deinen Leistungen zufrieden.

Fazit – Geheimsprache im Praktikumszeugnis

Die Beurteilung im Praktikumszeugnis enthält viele feine Nuancen und selbst positiv formulierte Aussagen können negative Bewertungen enthalten. Wenn du jedoch die gängigen Floskeln und Formulierungen kennst, kannst du dein Zeugnis mit ein wenig Übung richtig interpretieren.

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