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Praktikum in China
Praktikum in China

Praktikum in China

„In meinem Bachelor-Studium European Studies an den Saxion Fachhochschulen gab es die Möglichkeit, ein Minor-Programm zu belegen. Meine Entscheidung fiel auf den Minor „International Management and Exploration“, um einen Einblick in businessbezogene Themen zu bekommen und ein wenig vom politischen Schwerpunkt des Studiengangs abzuweichen. Ein Pflichtbestandteil dieses Programms war es, ein Auslandspraktikum zu absolvieren und zwar in einem nicht-westlichen Land. Meine Wahl fiel auf China.

China hat mich schon immer interessiert. Zum einen aufgrund der zahlreichen kulturellen Unterschiede im Vergleich zu europäischen Ländern. Zum anderen wegen des immensen Potentials dieses Landes – nicht nur in ökonomischer Hinsicht. Demzufolge sah ich eine große berufliche Chance für mich in dem sogenannten „Reich der Mitte“. Ich fand es reizvoll, mich in eine so fremde Welt zu stürzen.
China gilt nicht unbedingt als erste Wahl für ein Praktikum, was, wie ich schnell feststellen musste, nicht ganz unbegründet ist.

Die Suche nach einem Praktikumsplatz in China

Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in China kann man nicht allzu wählerisch sein, denn selbstständig eine Stelle zu finden erweist sich als große Herausforderung. Im Internet bin ich auf Agenturen gestoßen, die einem bei der Vermittlung helfen. Beansprucht man solche Dienstleistungen, muss man allerdings mit Kosten bis zu 500 € rechnen. Oftmals sind die angebotenen Praktika unbezahlt und teilweise werden auch Vorkenntnisse verlangt. Dementsprechend stand mir die Verzweiflung schon ins Gesicht geschrieben, aber ich hielt Augen und Ohren offen.

Meinen Sprung in die chinesische Arbeitswelt verdanke ich letztlich dem allseits bekannten Vitamin B. Ich erzählte meinem Professor an der Uni von meinem Wunsch, für ein Praktikum nach China zu gehen. Monate und viele Bewerbungen später bekam ich von meinem Professor eine E-Mail mit einem Kontakt zugeschickt. Nach einigen Mails und einem persönlichen Treffen hat es dann schließlich geklappt: Ich hatte ein dreimonatiges Praktikum bei der Non-Profit Organization World Leading School Association (WLSA) in Shanghai in der Tasche. Nach einer stressigen Klausurenphase und zahlreichen organisatorischen Kleinigkeiten saß ich schließlich überglücklich im Flieger nach Shanghai.

Probleme während meines Aufenthalts – das falsche Visum

Vorab: Für ein Praktikum und einen Aufenthalt in China wird ein Visum verlangt. Es ist überaus wichtig, dass die Firma oder Organisation euch bei dem Visa-Antrag hilft beziehungsweise im Idealfall alles für euch in die Wege leitet. Die Bedingungen für ein Visum wurden verschärft, was fatale Konsequenzen für meinen Chinaaufenthalt zur Folge hatte.

Mein Visum für meinen Praktikumsaufenthalt kam erst zwei Tage vor meinem Abflugtermin an. Leider erhielt ich lediglich ein Touristenvisum mit einer Aufenthaltsdauer von 60 Tagen und einmaliger Einreise. Der Versuch der Verlängerung vor Ort missglückte. Plötzlich musste ich während meines Praktikums das Land verlassen, obwohl ich noch einen ganzen Monat Praktikumszeit vor mir hatte. Vor nicht allzu langer Zeit konnte man noch nach Hong Kong fliegen, um sein Visum verlängern zu lassen. Das war zu der Zeit, als ich in China war, aber keine sichere Option mehr. Laut der Organisation, in der ich gearbeitet habe, war ich die erste Praktikantin, die mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Glücklicherweise konnte ich eine einmonatige Auszeit nehmen und eine Backpackingtour in Thailand vorziehen. In Bangkok habe ich dann bei der Chinesischen Botschaft ein neues Visum beantragt. Es stellte sich heraus, dass das Personal dort sogar noch mehr Dokumente sehen wollte, was die Zettelwirtschaft noch aufwendiger machte. Kleiner Tipp: Die Rückflugtickets müssen gebucht und ebenfalls vorgelegt werden. Das hieß für mich, schnell ein Internetcafé aufzusuchen und einen Flug zu buchen. Nach vier Wochen reiste ich zurück nach Shanghai und beendete mein Praktikum.

Aufgaben während meines Praktikums

Innerhalb meines Praktikums bei der WLSA bekam ich einige Einblicke in den Bildungssektor. WLSA vermittelt westliche Bildung an führenden chinesischen Schulen und veranlasst den Austausch kultureller Unterschiede.

Mein Aufgabenbereich während des Praktikums war sehr vielfältig. Zum einen war ich die Assistentin des Direktors einer Middleschool, zum anderen unterstützte ich die Marketing- und Recruitment-Abteilung der WLSA. Somit übernahm ich Aufgaben als Lehrerin und erteilte Sportunterricht sowie andere Unterrichtsstunden. Gleichzeitig war ich verantwortlich für das Recruitment von Lehrern und Schülern. So habe ich beispielsweise Interviews geführt und anschließend ausgewertet. In Bezug auf die Schüler, die sich für eine der Schulen der WLSA bewarben, hieß ein solches Aufnahmegespräch zum Beispiel das Testen der englischen Sprachkenntnisse.

Mein Kollegium bei der WLSA setzte sich aus amerikanischen, britischen, niederländischen und chinesischen Mitarbeitern zusammen. Ich saß zusammen in einem Büro mit fünf Chinesen. Die Englischkenntnisse hielten sich in Grenzen – ein Problem, welches in China keine Seltenheit ist. Zu empfehlen ist eine Chinesisch-Englisch Übersetzer-App auf dem Smartphone und die Fähigkeit, ein paar essentielle Wörter auf Chinesisch zu beherrschen.

Fazit

Im Allgemeinen ist ein Auslandspraktikum sehr zu empfehlen, denn die gesammelten Erfahrungen sind sehr wertvoll und einmalig. Man wächst an den Herausforderungen und man sollte Schwierigkeiten nicht als Hindernis, sondern vielmehr als Chance sehen. Ein Satz, den ich in China gelernt habe und der als Grundeinstellung sehr hilfreich ist, ist der Folgende:

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Trotz aller Komplikationen hatte ich die Zeit meines Lebens. China ist auf jeden Fall eine Reise wert und gerade ein Praktikumsaufenthalt lohnt sich. Nur in einem komplett anderen Umfeld kann man seine eigene Herkunft reflektieren und beurteilen. Shanghai an sich ist sehr anders im Vergleich zu China selbst. Shanghai ist eine Megacity, eine Weltmetropole und eine Stadt der Extreme. Es ist nicht die Stadt, die China als solches repräsentiert und ich kann nur empfehlen, an den Wochenenden zu reisen oder falls möglich, ein paar Wochen Urlaub nach dem Praktikum einzuplanen. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Größe des Landes und der einzelnen Städte. Eine relativ kleine Stadt in China hat trotzdem meistens auch eine sechsstellige Einwohnerzahl.

In diesem Sinne, wünsche ich viel Spaß und Erfolg in einem faszinierenden Land mit allen vorstellbaren Möglichkeiten.“

von Linda



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